Unser tägliches Brot

Dunkles Brot aufgeschnitten

Auch im neuen Jahr bereichert die Steirerkraft Ernährungsexpertin Angelika Pinter den SteirerBlog mit Ernährungs- und Genießertipps! Der Jänner startet sprichwörtlich mit „Brot und Spielen“…

Früher was es fein, da gab es maximal fünf Mal pro Jahr Diättipps. Nach den Semesterferien starteten die Printmedien los und spätestens im Sommer war dann wieder Ruhe rund um die neuesten Trend-Ernährungsformen eingekehrt.

Da haben wir es seit ein paar Jahren schon schwieriger. Ständig müssen wir mit unserem Verstand arbeiten, um nicht immer wieder in eine Diätfalle zu tappen. Darum hab ich diesmal eine Entlastung für Ihren Verstand gleich zu Beginn des Jahres: Essen Sie Brot, wenn es Ihnen schmeckt!

Immer wieder höre ich in Beratungen von komplett überraschten Klienten: Was? Sie verbieten mir Brot nicht? Kann ich da dann trotzdem abnehmen? JA, können Sie! Und zwar entspannt und glücklich.

Was für die Asiaten der Reis und für die Italiener die Pasta sind, ist für uns das Brot. Und dabei darf es auch bleiben. Brot ist fettarm und ballaststoffreich. Es sättigt schnell und lange, ist in vielen Geschmacksvarianten zu haben und günstig zu erwerben. Brot liefert einen wertvollen Beitrag, um die ideale Kalorienzufuhr in Form von Kohlenhydraten zu decken. 50-55 % der täglichen Kalorienzufuhr dürfen und sollen von Kohlenhydraten kommen. Und Brot ist in Österreich, neben Kartoffeln, eine ideale Möglichkeit dieses Ziel zu schaffen. Fachexperten empfehlen 3 Portionen Getreide täglich. Dazu darf auch eine Portion Brot (12 dag), aus vollem Korn, gehören.

Nirgendwo in Europa haben wir so eine Vielfalt von wertvollen, köstlich schmeckenden Brotsorten zur Verfügung! Und warum sollen dann gerade wir in Österreich auf diese gesundheitsfördernde Spezialität verzichten?

 

Warum ist volles Korn wichtig, aber ersetzbar?

Brot aus vollem Korn liefert nicht nur Kohlenhydrat-Kalorien sondern auch Mikronährstoffe (Vitamine), wertvolle Fettsäuren und Ballaststoffe.

Ballaststoffe können sich sehr positiv auf ihren Körper auswirken:

  • Ballaststoffe können Ihre Darmbewegungen beeinflussen und somit Diarrhoe und Verstopfung positiv beeinflussen.
  • Ballaststoffe können für einen normalen Cholesterinspiegel sorgen.
  • Ballaststoffe können länger sättigen und schneller zu einem Sättigungsgefühl beitragen.

Allerdings gibt es einige Menschen, denen Vollkornprodukte nicht munden oder die diese aufgrund einer Verdauungsschwäche nicht vertragen. Damit die Brotzeit trotzdem ballaststoffreich wird, empfehle ich eine dieser drei Komponenten:

  • ballaststoffreiche Aufstriche oder Zutaten wie Vegetarische Aufstriche auf Bohnenbasis (oder anderen Hülsenfrüchten, z. B. Hummus)
  • zwei handvoll Rohkost (Karotten) zur Brotjause
  • ein Obst als Beilage oder Dessert

Beispiel: Ein Käsesemmerl können Sie mit einer Handvoll Karotten und einer Birne ballaststofftechnisch aufwerten, ohne auf Genuss zu verzichten!

Um den Brotkonsum zu optimieren, habe ich ein paar Tipps für Sie:

  • Kaufen Sie Brot, das aus vollem Korn gebacken wurde.
  • Lassen Sie sich nicht von Verkaufstricks wie einem schlankmachend klingenden Namen, einer dunklen Farbe und grobkörnigen Konsistenz der Brotsorten austricksen: Lesen Sie immer auf der Zutatenliste nach, welche Zutaten verwenden wurden. Vollkornmehl soll in dieser Liste unbedingt an erster Stelle stehen, dann haben sie schon ein sehr wertvolles Produkt in den Händen.
  • Kornweckerl und Kornspitz hat nichts mit Vollkorn zu tun.
  • Vitalweckerln weisen nicht unbedingt einen hohen Ballaststoffanteil auf.
  • Sonnenblumen- und Kürbiskernweckerln sind keine Vollkornweckerln.
  • Nehmen Sie ein Grahamweckerl statt einer zweiten Semmel.
  • Essen Sie ein Vollkornbrot mit süßem Aufstrich statt einem Croissant.
  • Wenn sie keine groben Kornbrote mögen, können Sie zu feinvermahlenen Schrotbroten greifen, die genauso viele Ballaststoffe enthalten.
  • Testen Sie viele Brotsorten, damit Sie Abwechslung genießen können.
  • Dick Brot, dünn Belag ist die Devise für alle, die ihr Gewicht halten möchten.
  • Bei Vollkornprodukten zahlt sich der Griff zur Bioware aus, somit senken sie die Zufuhr von Schadstoffen, welche die Körner gerne in der Schale speichern.
  • Hirse- oder Kamutbrot sind leckere, ballaststoffreiche, fettarme Alternativen zu den herkömmlichen Brotsorten.

Fragen Sie bei Ihrem Bäcker (sehr oft) nach.

Eine zufriedene Brotzeit wünscht Ihnen
Angelika Pinter

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