Spargel – ein kleiner Luxus der Saison

Spargelspitzen

In Österreich wird das delikate Gemüse bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts kultiviert. Die Beliebtheit, der meist noch von Hand geernteten Spezialität, nimmt Jahr für Jahr zu. Auch schon vor etwa 3000 Jahren soll sich das, aus der Familie der Maiglöckchengewächse stammende, Gemüse in China bereits größerer Beliebtheit erfreut haben. Die Ägypter ließen sich den Spargel nicht nur im Leben schmecken, sondern auch als Beigabe ins Grab legen. Auch der Sonnenkönig Ludwig XIV schätzte das Frühlingsgemüse.

Heute nützen Kenner die von Ende April bis 24. Juni (Johanni) dauernde Spargelzeit, wo frisches Gemüse aus heimischen Anbau erhältlich ist. Der Anbau von Spargel kostet Sorgfalt und Mühe, was den etwas höheren Preis der Delikatesse erklärt. Erst im vierten Jahr kann, nach intensiver Pflege, erstmals der volle Ernteertrag erzielt werden. Mit Hilfe eines Spezialmessers erfolgt das Stechen der Stangen direkt über der Wurzel. Um die Nährstoffe im Wurzelstock nicht übermäßig zu reduzieren, werden die rasch nachwachsenden Triebe nur bis Ende Juni geerntet. Danach schließt sich eine Erholungspause bis zum nächsten Frühjahr an.

Wirkung auf die Gesundheit

Spargel enthält eine Reihe von wertvollen Inhaltsstoffen, die schon seit Jahrhunderten in der Medizin genutzt wurden. Provitamin A, B-Vitamine, Vitamin C und E sowie Folsäure, Biotin und Jod verbessern die Vitalstoffbilanz des Spargelfreundes. Der hohe Kaliumgehalt regt die Nierenfunktion an und wirkt entwässernd und entsäuernd. Spargel hilft auch bei Rheuma, Gicht, Wasseransammlungen und Verstopfung. Durch Düngung kann es allerdings zu einer Nitratbelastung des Gemüses kommen. Wer sie meiden möchte, kann auf  Bio-Spargel zurückgreifen. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts kannte man nur grünen Spargel, erst später wurde auch Bleichspargel kultiviert.  Weißer Spargel ist keine spezielle Sorte, sondern wird durch einen frühen Erntezeitpunkt erzielt. Solange sich die Spitzen im Erdreich befinden, bleibt die Farbe der Stangen hell. Ans Licht gelangt, lagert die Pflanze Chlorophyll ein und färbt sich grünlich bis violett.

Wie viele Kalorien hat Spargel?

Spargel besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur ca. 13 Kalorien pro 100 g. Aus diesem Grund ist er ein idealer Helfer bei Reduktionsdiäten! 🙂

Spargel soll auch den Körper entwässern. Stimmt das?

Spargel ist entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Durch die Entwässerung kommt es also zu einer Entlastung von Herz und Kreislauf. Durch die gesteigerte Harnausscheidung werden vermehrt Gift- und Schlackenstoffe als Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausgeschwemmt, das Blut gereinigt und die Funktion von Leber, Nieren und Lunge unterstützt.

Spargel hat aber auch negative Seiten:

Wer zu Nierensteinen neigt, sollte auf den großen Verzehr von Spargel verzichten. Auch bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut, sollte auf Spargel verzichtet werden, da sonst eventuell sehr schmerzhafte Gichtanfälle ausgelöst werden könnten. Fragen Sie in solchen Fällen Ihren Arzt oder Ihre Diätologin, wie häufig Sie Spargel essen dürfen.

Woher kommt nach dem Spargelessen der ungewohnte Geruch des Urins?

Verantwortlich für den strengen Geruch des Urins nach dem Verzehr von Spargel ist ein Enzym. Es spaltet den im Spargel enthaltenen Aromastoff Asparagusinsäure auf. Bei diesem Vorgang werden die in der Asparagusinsäure eingeschlossenen schwefelhaltigen Verbindungen frei, die anschließend über den Urin ausgeschieden werden. Übrigens sollen nur ca. 50 % der Spargelkonsumenten von den merkwürdigen Gerüchen betroffen sein. Die andere Hälfte kann Spargel ohne spätere Geruchsbeeinträchtigung essen, wobei wiederum unbekannt ist, ob dafür der Geruchssinn oder eine andere Art der Verdauung verantwortlich ist.

Was ist der Unterschied zwischen weißem Spargel und Grünspargel?

Im Gegensatz zum weißen oder violetten “Bleichspargel” wächst Grünspargel über der Erde, ist also bei der Ernte nicht mit Boden bedeckt. Daher genießt er das Sonnenlicht und wird schließlich grün (Chlorophyll). Von den Inhaltsstoffen her übertrifft er den weißen Spargel. Durch das Chlorophyll enthält er nämlich mehr Vitamin C und Karotin. Grünspargel hat einen etwas anderen Geschmack (etwas herzhafter) und muss fast nicht geschält werden (nur ganz unten). Zudem ist die Kochzeit beim grünen Spargel deutlich kürzer. Grünspargel eignet sich für fast alle Gerichte, die für weißen Spargel gelten.

Persönliche Empfehlung:

Nützen sie die saisonalen Angebote, essen sie dreimal in der Woche im Mai ein fettarmes Spargelgericht! Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

Einen lockerleichten und genussvollen Frühling!

Ihre Diätologin Angelika Pinter

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