Aller guten Dinge

Kleine Speisen

Fünf am Tag – eine Empfehlung die keiner mag? Die Steirerkraft Ernährungsexpertin geht ab sofort Ernährungsmythen auf den Grund. Teil 1 befasst sich mit der 5-Mahlzeiten-am-Tag-Empfehlung. Diese Standardempfehlung wird standardmäßig kritisch interpretiert und darum nicht oft in der Praxis zelebriert.

 

„Ich soll fünfmal am Tag essen, obwohl ich nicht mal auf zwei Mahlzeiten komme?“

„Ich frühstücke nicht und schaffe darum nie die fünf Mal!“

„Wenn ich ständig esse, bekomme ich erst recht viel Appetit, den ich beim Abnehmen aber meiden möchte!“

 

Solche und ähnliche Aussagen höre ich in Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings sehr oft. Darum möchte ich Ihnen heute meine Interpretation der Empfehlung „Fünf-am-Tag“ für die Praxis näher bringen. Generell ist mit der Empfehlung gemeint, dass fünf PORTIONEN Obst und Gemüse empfohlen werden. Die Empfehlung meint konkret die Menge und nicht die Mahlzeitenfrequenz. Mit einer Portion ist durchschnittlich eine Menge von 10 dag Obst oder 15 dag Gemüse gemeint. Oder noch praktischer formuliert: eine Handvoll steht für eine Portion.

Besonders jetzt in der Herbstzeit neigen mehr Menschen dazu, Obst zu essen. Und das dann in großen Mengen. ZU großen sogar. Denn ein Obstkonsum, der täglich über 30 dag hinausgeht, kann sich negativ auf den Blutzucker, den Triglyceridspiegel oder auch auf die Körperfettzusammensetzung (mehr Bauchfett) auswirken. Darum bin ich selten unglücklich, wenn jemand weniger gern Obst isst, dafür aber eher zu Gemüse greift. Ideal wären zwei Stück Obst am Tag zu essen, und dafür dann drei große Handvoll Gemüse. Möglich sind auch fünf Handvoll Gemüse täglich, dafür kein Obst! Wie sie die Produkte verzehren, und vor allem welche, bleibt Ihnen überlassen. Schlicht ist nicht einseitig: Sollten Sie mit Apfel und Karotten das Auslangen finden wollen, ist das als „Einstiegsdroge“ in die Vitaminszene sehr gut geeignet. Wenn Sie ein Gemüse oder Obst nicht mögen, dann essen Sie es auch nicht. Allerdings testen Sie bitte, ob Sie es generell nicht mögen, oder die Zubereitung eine Rolle spielt. Bespiel: Gekochte Karotten gehen gar nicht, kalte, geschnittenen Karotten werden gern zum Käsebrot gegessen. Oder rohe Tomaten im Salat gehen gar nicht, aber eine Tomatensauce zu Nudeln das klappt.

Beginnen Sie ganz gemütlich mit der Umsetzung und versuchen Sie zu einer Mahlzeit am Tag ein Obst oder eine Gemüseportion zu essen. In der zweiten Woche steigern Sie das Ziel auf zwei Mahlzeiten und bis Ende des Monats starten Sie dann mit der dritten Mahlzeit Obst oder Gemüse!

Ideal für einen großen Gemüsekonsum sind Suppen, die besonders gut in die aktuelle Jahreszeit passen. Ob Zwiebelsuppe, Kürbissuppe, Nudelsuppe mit viel Karotten oder Brokkoli (Gemüse Ihrer Wahl), Erbsensuppe oder einfach Ihre Lieblingssuppe mit Gemüse verfeinert: Mit Suppen schaffen sie die 400 Gramm Tagesmenge fast schon zur Gänze.

Viel Genuss mit den bunten Lebensmitteln wünscht Ihnen Angelika Pinter

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