Der steirische Ölkürbis ist die Grundlage für das steirische Kürbiskernöl g.g.A. Damit dieses kulinarische Erbe auch in Zukunft gesichert bleibt, wurde in der Saatzucht Gleisdorf eine neue Hybridsorte entwickelt: frühreif, widerstandsfähig und ertragsstabil.
Hybridzüchtung bedeutet dabei die gezielte Kreuzung zweier Elternlinien – ein klassisches Verfahren der Pflanzenzüchtung ohne Gentechnik.
Was die neue Sorte kann
Nach Angaben der Saatzucht Gleisdorf zeigt sie in den Sortenversuchen:
- Frühreife: rund zwei Wochen früher erntereif als bisherige Sorten
- Toleranz: geringere Anfälligkeit für Fruchtfäule
- Ertragsstabilität: gleichmäßigere Erträge bei Trockenheit und Hitze
„Natürlich hat das auch den Vorteil, dass man später setzen kann, dass man in Regionen gehen kann, wo die Bodentemperatur etwas länger noch zu niedrig ist. So kann man den Kürbis später ansetzen – und trotzdem sichere Erträge erzielen“, erklärt Andreas Cretnik, Geschäftsführer der Estyria und Vorstand der Alwera Gruppe.
Planungssicherheit für unsere Landwirt:innen
Die spätere Aussaat eröffnet Anbauflächen, die bisher zu kühl waren. Für unsere Vertragslandwirt:innen bedeutet das vor allem eines: mehr Planbarkeit. Und für das steirische Kürbiskernöl g.g.A., dass die Rohstoffbasis auch in Jahren mit schwierigen Bedingungen steht.
Mehr zur Entwicklung des Superkürbisses gibt es im Videobeitrag von ORF Steiermark.