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Nachhaltig kochen – genießen mit gutem Gewissen
Nachhaltige Speisen & Rezepte

Nachhaltig kochen, wie geht das eigentlich? Und schmeckt das überhaupt? Na klar! Wer auf nachhaltige Speisen setzt, muss nicht automatisch auf Genuss verzichten. Mit den richtigen Rezepten und guten Produkten gelingt das ganz einfach.
Unter nachhaltigem Kochen versteht man eine Art des Kochens, die klimafreundlich ist und auf Ressourcenschonung achtet. Das beginnt schon bei der Auswahl der Produkte und endet bei der Verwertung der Reste. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wir erklären, auf was beim nachhaltigen Kochen geachtet werden sollte – inklusive Tipps für g’schmackige klimafreundliche Rezepte.
Nachhaltig kochen – mit den richtigen Rezepten
Nachhaltiges Kochen ist vor allem eine Frage der richtigen Produkte. Pflanzliche Lebensmittel benötigen in der Regel zusammengerechnet deutlich weniger Wasser und Fläche als tierische Produkte. So beläuft sich der Wasserfußabdruck von einem Kilogramm Rindfleisch im globalen Durchschnitt auf etwa 15.420 Liter Wasser, bei Schweinefleisch sind es rund 5.990 Liter und bei Geflügel zirka 4.330 Liter. Pflanzliche Alternativen wie Soja kommen mit rund 1.800 Litern Wasser pro Kilo deutlich sparsamer aus. Auch der CO2-Ausstoß ist bei Fleischprodukten wesentlich höher als jener von pflanzlichen Produkten.
Ein Umstieg auf pflanzliche Produkte fällt jedoch leichter, als man denkt – vor allem, wenn der Geschmack stimmt. Wer bewusst zu pflanzlichen Zutaten greift, kann nicht nur ökologisch kochen, sondern auch richtig genießen – und das ganz ohne Nährstoffkompromisse. Eine herzhafte Cremesuppe aus steirischen Käferbohnen liefert zum Beispiel jede Menge pflanzliches Eiweiß und passt ideal in einen ressourcenschonenden Speiseplan.
Gerade proteinreiche Rezepte mit heimischen Hülsenfrüchten bieten eine nachhaltige und nährstoffreiche Alternative zu Fleisch. Oder wie wäre es mit steirischer Polenta, in einem Polenta-Apfelkuchen? Er steckt voller Ballaststoffe, liefert langanhaltende Energie und schmeckt dabei wunderbar saftig und süß.
Übrigens: Nachhaltig zu kochen und sich klimafreundlich zu ernähren bedeutet nicht, völlig auf tierische Produkte zu verzichten. Vielmehr kommt es auf bewussten Konsum und die Herkunft der Lebensmittel an. Regional, saisonal und in Bio-Qualität – das macht den Unterschied.

Saisonal & regional – zwei wichtige Faktoren beim Kochen nachhaltiger Speisen
Der Kern beim nachhaltigen Kochen liegt darin, bewusst auf regionale und saisonale Produkte zu achten. Das unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern vermeidet auch unnötige CO2-Emissionen durch lange Transportwege. Zum Beispiel verursacht der Schiffstransport eines Kilogramms Äpfel aus Neuseeland etwa 513 Gramm CO2, während es bei einem Kilogramm regional geernteter Äpfel nur rund 76 Gramm CO2 sind.
Je mehr wir saisonal und lokal einkaufen und mit heimischen Produkten kochen, desto nachhaltiger und ökologischer sind unsere Speisen. Idealerweise setzt man auf regionale und saisonale Rezepte und plant Mahlzeiten nach dem Saisonkalender: Im Frühling sprießen vitaminreicher Spargel, Erdbeeren und Tomaten haben im Sommer Saison, im Herbst genießen wir köstlichen Kürbis, würzigen Sellerie und als gesunden Snack beispielsweise unsere beliebten steirischen Apfelchips. Im Winter versorgen uns Kartoffeln, Kohl und Rüben mit wichtigen Nährstoffen.
Wer unsicher ist, wann welches Gemüse oder Obst Saison hat, kann auf praktische Saisonkalender zurückgreifen.
Ökologisch kochen heißt auch: auf Verpackungen achten
Ein weiterer wichtiger Schritt zu nachhaltigem Kochen ist das unverpackte Einkaufen. Denn nicht nur das Lebensmittel selbst, auch die Verpackung, Lagerung und Weiterverarbeitung verursacht CO2-Emissionen.
Gerade Trockenwaren wie Nudeln, Hülsenfrüchte oder Snacks kommen auch hervorragend ohne (Plastik-)Verpackung aus. Die Steirerkraft-Kernothek in Wollsdorf bietet eine Fülle an regionalen Köstlichkeiten wie Bohnen, Kürbiskerne, Steirisches Kürbiskernöl und Essig zum Abpacken und Abfüllen. Für die Aufbewahrung zuhause eignen sich wiederverwendbare Schraubgläser oder Stoffbeutel. So bleiben Lebensmittel länger frisch und Verpackungsmüll wird vermieden.
Besonders praktisch beim Einkaufen loser Produkte: Du erhältst immer genau die Menge, die du auch wirklich brauchst. So wird vermieden, dass wertvolle Lebensmittel möglicherweise im Müll landen.
Nachhaltig kochen heißt auch Energie sparen
Nachhaltig zu kochen bedeutet nicht nur, bewusst einzukaufen – auch der eigentliche Kochvorgang sollte möglichst ressourcenschonend ablaufen. Wasser- und Energiesparen stehen hier im Fokus.
Obst und Gemüse müssen natürlich gewaschen werden. Doch wer auf naturbelassene Bio-Produkte aus der Region setzt, kann oft mit weniger Wasser auskommen. Ein einfacher Tipp: Das Gemüsewaschwasser auffangen und später zum Gießen der Zimmerpflanzen verwenden. Und wusstest du, dass Reis- oder Kartoffelwasser ein natürlicher Dünger ist? Einfach beim Waschen einen Behälter darunter stellen – deine Pflanzen freuen sich über die zusätzlichen Nährstoffe.
Auch beim Zubereiten unserer nachhaltigen Speisen lässt sich Energie sparen: Verwende immer einen passenden Deckel auf Töpfen – das reduziert den Energieverbrauch deutlich und spart zudem Zeit. Wenn der Backofen zum Einsatz kommt, lohnt es sich, gleich mehrere Gerichte hintereinander zuzubereiten. Moderne Geräte benötigen übrigens meist gar kein Vorheizen mehr.
Ein zusätzlicher Tipp für effizientes und ökologisches Kochen: One-Pot-Gerichte. Sie sparen nicht nur Strom und Wasser, sondern auch Abwaschaufwand – und sind mit den richtigen Zutaten aus der Steiermark rundum nachhaltig und köstlich, wie beispielsweise unser grünes Dinkelrisotto.

Ökologisch kochen heißt: Wergwerfen vermeiden
Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landet im Müll – jedes Jahr. Das ist alles andere als nachhaltig. Dabei lässt sich Lebensmittelverschwendung mit ein paar einfachen Gewohnheiten leicht vermeiden.
Wer schon vor dem Einkauf einen Speiseplan erstellt, kauft gezielter ein – und verringert so das Risiko, dass etwas ungenutzt bleibt. Und sollte doch einmal etwas übrigbleiben: Kein Grund für die Biotonne. Gekochte Speisen lassen sich problemlos für ein, zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfach einfrieren.
Auch vermeintliche Küchenabfälle wie Gemüseschalen oder Kräuterstängel müssen nicht sofort entsorgt werden: Sie lassen sich sammeln, einfrieren und später wunderbar als Basis für Suppen oder Fonds verwenden. So wird das Beste aus jedem Lebensmittel herausgeholt – ganz im Sinne des nachhaltigen Kochens.

Kochen mit Geschmack & gutem Gewissen
Schnell was G’schmackiges auf den Tisch zaubern und dabei auch noch der Umwelt was Gutes tun? Geht ganz einfach – mit regionalen Zutaten, saisonaler Vielfalt und einer Portion Steiermark im Kochtopf. Ob fürs Mittagessen, für den Snack zwischendurch oder die warme Jause am Abend: Wer bewusst einkauft und kocht, spart CO2 – und gewinnt an Geschmack.
Unsere Rezepte Rocker zeigen, wie’s geht: Mit kreativen, umweltfreundlichen Rezepten, die alltagstauglich sind und garantiert nicht fad schmecken. Vom deftigen Käferbohnensalat über proteinreiche Polenta-Gerichte bis hin zum saftigen Apfelkuchen – nachhaltig kochen kann so richtig Freude machen.
Also: Löffel raus, Gusto rein – und einfach mal loskochen!
