So kommt das Öl in die Flasche

Wie entsteht das Steirische Kürbiskernöl g.g.A., das deine Salate, die Eierspeis und so vieles mehr verfeinert? Warum trägt dein Lieblingskernöl den Beinamen g.g.A.? Wir nehmen dich mit auf seine Reise – vom steirischen Ölkürbis bis in die Flasche.

Person gießt Kürbiskernöl auf Salat in Schüssel.

Die Anfänge unseres Kürbiskernöls

Die Geschichte des Kürbisses reicht weit zurück: Er zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Nach seiner Verbreitung von Amerika nach Europa entstand Ende des 19. Jahrhunderts der Steirische Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca) mit seinen schalenlosen Kernen. Diese Besonderheit erleichtert die Ölgewinnung und macht ihn bis heute zur einzigen Kürbissorte, die für unser Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. verwendet wird.

Tradition mit geschützter Herkunft

Schon im 18. Jahrhundert gewann man in der Steiermark Kürbiskernöl aus den Samen des Ölkürbisses. Heute schützt das g.g.A.-Siegel („geschützte geografische Angabe“) die kontrollierte Herkunft des Produkts. Es garantiert, dass die Kürbiskerne aus dem definierten Anbaugebiet stammen und nach strengen Vorgaben verarbeitet werden.

Das Geheimnis besonderer Kernqualität

Neben der Bodenbeschaffenheit prägt vor allem das sonnenreiche Klima unserer Heimat die Qualität dieses besonderen Öls. Warme Tage, kühle Nächte und ein sonniger Herbst schaffen ideale Bedingungen für den Steirischen Ölkürbis. So entstehen jene dickbauchigen, dunkelgrünen Kerne, die unserem Steirischen Kürbiskernöl g.g.A. seinen fein nussigen Geschmack sowie die charakteristische tiefgrüne Farbe mit rötlichen Reflexen verleihen.

Steirische Qualität in Zahlen

Wusstest du, dass ...


Zahlen erzählen Geschichten. Die folgenden Fakten geben einen Einblick in die Welt von Steirerkraft:

  • 520 ha Anbaufläche
  • 120 Vertragslandwirte
  • 10 Mio. Flaschen pro Jahr
  • 15 Auszeichnungen

Und wusstest du, dass für einen Liter Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. rund 11.300 Kürbiskerne benötigt werden? Das entspricht etwa 30 bis 40 Steirischen Ölkürbissen – und zeigt, wie viel Natur und Sorgfalt in jeder einzelnen Flasche steckt.

Das Fingerspitzen­gefühl unserer Ölmüller

Hinter jeder Flasche Steirerkraft Kürbiskernöl steckt traditionelles Handwerk. Unsere Ölmüller entscheiden anhand von Erfahrung und Sensorik, wann der richtige Zeitpunkt zum Pressen erreicht ist. Regelmäßige Schulungen mit Dr. Franz Siegfried Wagner vom Institut Dr. Wagner Lebensmittelanalytik GmbH helfen dabei, Geschmack und Qualität kontinuierlich zu beurteilen.

Denn neben ausgewählten Rohstoffen ist vor allem eines entscheidend: das richtige Gespür für den perfekten Pressmoment.

Zwei Männer im Kürbiskernöl-Feld mit Tablet und Kürbis, Fokus auf Landwirtschaft und Natur.

unser Tipp

Woran du ein gutes Kürbiskernöl erkennst

Ein hochwertiges Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. erkennst du an fünf Merkmalen:

  • typische Zweifarbigkeit – ein tiefer Grünton mit rötlichem Schimmer
  • nussiger, frischer Geruch
  • Geschmack mit Röstnote und klarem Kernton
  • angenehmes, vollmundiges Mundgefühl
  • dem g.g.A.-Siegel als Herkunftsnachweis
Kürbiskernöl Flasche auf Holz Tisch bei Kochveranstaltung.

Lieblings-Kernölrezepte

Mehr als nur ein Salatöl

Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. kann weit mehr als Salate verfeinern. Mit seinem nussig-aromatischen Geschmack veredelt es Suppen, Aufstriche und zahlreiche weitere Gerichte. Auch süße Kreationen wie Vanilleeis, Topfencreme oder Apfel-Crumble erhalten durch einige Tropfen Kürbiskernöl eine besondere Note. Lass dich von der Vielseitigkeit des steirischen Klassikers inspirieren.


Kernöl-Fragen

Wusstest du das schon?

Die Kürbiskerne werden gewaschen, getrocknet, fein vermahlen, mit Wasser und Salz zu einem Teig verknetet und geröstet. Anschließend wird das Öl im traditionellen Stempelpressverfahren gepresst und ruht mindestens sieben Tage.

Durch das Rösten entfalten die Kürbiskerne ihr charakteristisches, fein nussiges Aroma. Dieser Verarbeitungsschritt verleiht Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. seinen unverwechselbaren Geschmack.

Die Ernte der Steirischen Ölkürbisse beginnt je nach Witterung meist Ende August bis Anfang September und dauert bis in den Herbst hinein.

Das Siegel „geschützte geografische Angabe“ garantiert, dass die Kürbiskerne aus dem definierten Anbaugebiet stammen und das Öl nach festgelegten Qualitätskriterien hergestellt wurde.

Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. stammt aus zwei getrennt geregelten Gebieten: Die Kürbiskerne wachsen in festgelegten Bezirken der Steiermark, des südlichen Burgenlands und Niederösterreichs. Gepresst werden darf das Öl ausschließlich in bestimmten Bezirken der Steiermark und des südlichen Burgenlands. Der EU-Herkunftsschutz bindet damit Rohstoff und Herstellung an klar definierte Regionen.

Daher kommt

die Steirerkraft

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